Chrome heizt den Browserkrieg an

Die Meinungen bezüglich Google's neuem Internetbrowser Chrome könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite haben wir die fundamentalen Gegner, diejenigen also, die Google's globale Wachstumsstrategie aufgrund der zunehmenden monopolistischen Marktstellung und der Datenschutzproblematik grundsätzlich nicht gut heissen. Auf der anderen Seite sitzen die Google-Vielnutzer, die einmal mehr begeistert sind, was sich das Unternehmen bezüglich Browser-Features so alles einfallen liess.

Screenshot des neuen Browsers Google Chrome
Grafik: Screenshot des neuen Browsers Google Chrome

Ich persönlich bekenne als Schweizer wie so oft nicht eindeutig Flagge. Meine rationale Seite sagt mir zwar, dass es problematisch ist, wenn ein Unternehmen eine solch geballte Marktmacht hat und systematisch Daten seiner Benutzer sammelt. Aber der Umstand, dass Google zahlreiche Dienste betreibt, die ihresgleichen suchen, hält mich nach wie vor nicht davon ab, die Anwendungen tagtäglich zu verwenden.

Und mal ehrlich: Der Browser ist eine echte Innovation, denn zahlreiche Funktionen gibt es zur Zeit in keinem anderen Browser am Markt. Die JavaScript-Engine V8 sorgt beispielsweise für konkurrenzloses Tempo beim Surfen. Zudem werden einzelne Tabs komplett von einander getrennt, was nicht zu ärgerlichen Komplettabstürzen des Browsers führt. Und mit Google Gears wird darüber hinaus auch eine Offline-Funktionalität von Inhalten geboten.

Google's Chrome ist ausserdem Open Source. Das heisst, der Quelltext ist offen, was die Weiterentwicklung des Browsers zusätzlich sicherstellt. Ok, ein paar Sicherheitslücken dämpfen momentan die grosse Euphorie. Und auch die Bedenken in Sachen Datenschutz werden in naher Zukunft sicher nicht ausgeräumt werden können. Aber dennoch steht bereits fest, dass Chrome eine neue Runde im zweiten Browserkrieg eingeläutet hat.

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