IT verschläft die Entwicklung des Web 2.0

Laut Clemens Cap, Informatikprofessor an der Universität Rostock, haben gewisse etablierte IT-Unternehmen die Entwicklungen des Internets komplett verschlafen. Cap wörtlich im Interview mit der Computerwoche:

Microsoft hat in der Tat eine Reihe von Dingen nicht oder viel zu spät verstanden. Das Internet etwa haben sie in seinen Anfängen komplett verschlafen. Und momentan verschläft das Unternehmen etwa die Problematik der Browser und verliert hier seit zweieinhalb Jahren kontinuierlich Marktanteil an Public-Domain-Browser wie den Firefox.

Das Statement von Cap überrascht mich nicht. Meine Erfahrungen mit IT-Abteilungen von Unternehmen (die Grösse spielt dabei eine untergeordnete Rolle) gehen in eine ähnliche Richtung. Schliesslich haben wir es als PR-Berater bei der Realisation von Webprojekten früher oder später auch mit der internen IT zu tun.

Dabei stellt man immer wieder fest, dass die Welt des Web 2.0 nicht nur in vielen Unternehmen, sondern vor allem in den IT-Abteilungen der Unternehmen noch nicht wirklich angekommen ist. Doch wie kommt es, dass ausgerechnet die IT nicht weiss, was im Internet zur Zeit abgeht?

Das Problem liegt vermutlich darin, dass die IT bis heute nicht wirklich für die Nutzer, sondern vielmehr für das Business entwickelt hat. Das hat sich im Internet mit den Entwicklungen rund um den Begriff Web 2.0 schlagartig geändert. Denn plötzlich bestimmen die Nutzer da draussen, welche Technologien gefördert und welche frühzeitig begraben werden.

Deshalb mein Rat an die IT: Fürchtet Euch weniger davor, was ihr verlieren könntet und kümmert Euch lieber um die Dinge, die beim Nutzer tatsächlich gefragt sind!

Via: storyblogger 


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