Die persönliche Krankenakte bei Google

Mit wachsender Verbreitung von Social Networking Plattformen steigt auch die Bedeutung von Datenschutz im Internet. Im Zentrum der Diskussionen steht natürlich die Schützenswürdigkeit der eigenen Daten.

Seit vergangener Woche machen nun neue Gerüchte um ein Projekt von Google die Runde, das bereits im vergangenen Jahr im offiziellen Google Blog vorgestellt wurde. Das Projekt namens Google Health soll, wie beim Google Watch Blog zu erfahren ist, eine Art virtuelle Krankenakte werden.

Screenshot von Google Health
[Screenshot von Google Health bei Google Blogoscoped]

Statt Befunde wie Röntgenbilder oder Allergietests von einem Arzt zum nächsten zu schleppen, sollen die Daten online bei Google Health gespeichert und so von überall greifbar gemacht werden. Ärzte können dann mit einem Mausklick die gesamte Krankenakte des Patienten abrufen, vorausgesetzt, der Patient hat den behandelnden Arzt vorher für seine medizinischen Daten freigeschaltet.

Um die Absichten und Gedanken der Macher von Google Health mit der Öffentlichkeit zu teilen, hat das Unternehmen im Juni dieses Jahres auch das Google Health Advertising Blog gestartet. Und bei Google Blogoscoped gibt es erste Screenshots der Anwendung.

Generell bekundet Google seit Monaten grosses Interesse am Thema Gesundheit im Internet. So wurde im Mai dieses Jahres bekannt, dass Google 3,9 Millionen Dollar in das Biotech-Unternehmen 23andMe investiert. Das Unternehmen wurde im Jahr 2006 unter anderem von Anne Wojcicki, der Frau von Google-Mitbegründer Sergey Brin, ins Leben gerufen. 23andMe bietet nach eigenen Angaben Gentests zur Erkennung von Erbkrankheiten.


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