"Kriege als Tool der Aussenpolitik"
08. Januar 2008 – 17:15:00 – Michael Beglinger
Gestern Abend strahlte der ARD eine kritische Sendung über die Kommunikationsstrategie der Administration Bush im Kampf gegen den Terror aus. Der amerikanische Autor und Medienkritiker Norman Solomon äussert sich im Beitrag unter anderem wie folgt:
Ich glaube nicht, dass sich die Bush Administration jemals um die Wahrheit scherte. Es sei denn, sie passte gerade mal, um zu erreichen, was sie ohnehin wollte, nämlich amerikanische Interessen zu sichern. Kriege waren dabei immer ein Schlüsselelement der Aussenpolitik.
Solomon sieht vor allem auch in der Rolle der US-Medien ein Grundproblem zwischen Nationalismus und Journalismus:
Den Grundkonflikt zwischen Nationalismus und Journalismus gibt es überall . Aber hier in Amerika kommt eine Tradition des Hurra-Patriotismus dazu, der den Journalismus im Zweifel vor dem Nationalismus in die Knie gehen lässt. Und das ist immer eine Gefahr.
Man merke sich: die Ära eines US-Präsidenten neigt sich immer dann dem Ende zu, wenn sich die kritischen Stimmen mehren.
- Kategorie: Medien |
- Trackback URI |
- 4.0 |
- Tweet this
Kommentare
Kommentare als RSS-Feed
- Von: Frank
- , 08. Januar 2008,
- 20:13
Den Merksatz kann man aber in ähnlicher Form schon bei Machiavelli nachlesen, oder bei Sunze, oder von Clausewitz...
- Von: Michael Beglinger
- , 08. Januar 2008,
- 20:17
ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass der Satz in irgend einer Art und Weise originell oder original ist. ;-)






Kriege waren schon immer ein sehr probates Mittel um vor innenpolitischen Problemen abzulenken. Unsere lieben Nachbarn im Westen waren da sehr erfolgreich, nur dass es dann bekanntlich kopflos unter der Guillotine endete...
Zweitens geht es um geostrategische Überlegungen, welche uns Europäern nicht immer gleich bewusst werden. Und drittens kann man mit Angst-Terror und 'Auftragskrieg' sehr viel Geld verdienen.