SPD mit eigenem Videoportal

CNN und YouTube machten im Juli dieses Jahres im Rahmen einer Debatte zwischen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten den Anfang. Die ARD zog kurze Zeit später mit  'Ihre Frage nach Berlin' nach.

Ende November wurde nun bekannt, dass auch die SPD unter dem Titel SPD:vision ein eigenes Videoportal bei YouTube eingerichtet hat.

Screenshot des neuen Videoportals SPD:vision
[SPD:vision: SPD mit eigenem Videoportal]

In einer Mitteilung der SPD heisst es, dass der Parteivorsitzende Kurt Beck auf diesem Weg eine neue Art der Bürgeransprache sucht, denn für persönliche Gespräche in Form von Bürgersprechstunden bleibe ihm immer weniger Zeit.

In einem Willkommensvideo lädt Beck alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein, ihm ihre Fragen per Video zu stellen. Ausgewählte Fragen sollen dann alle 14 Tage über das Portal beantwortet werden.

Das Prozedere ist denkbar einfach: Frage per Digitalkamera aufnehmen und auf der Seite SPD:vision hochladen. Zum Hochladen eines Videos ist lediglich ein Benutzerprofil bei YouTube erforderlich. Bis heute konnte die Seite jedoch erst knapp 1'400 Seitenaurufe und nur gerade 38 Abonnenten verbuchen. Für eine Aktion der SPD also eine eher magere Ausbeute.

Meiner Meinung nach ist es ein Fehler, auf der Seite auf Kommentar- und Bewertungsfunktionen zu verzichten. Schliesslich ist der Erfolg von Portalseiten mit Social Content nicht zuletzt auch durch den direkten Feedback-Mechanismus anderer Nutzer der Community zu begründen.

Zudem gibt es meiner Meinung nach keinen Grund, nicht auch einen für die Verbreitung von Videobotschaften enorm wichtigen direkten Embed-Link anzubieten. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

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