Wissensmanagement mit Social Bookmarks

Das Internet ist als Quelle für Informationen grenzenlos. Doch lange nicht alles, was einem beim Surfen entgegenkommt, ist tatsächlich relevant. Zudem stellt sich immer wieder die Frage, wie man das im Netz zugängliche Wissen optimal teilt. Die Frage nach einem guten Wissensmanagement im Netz wird also zunehmend wichtig.

Eine Möglichkeit, um Informationen effizient zwischen verschiedenen Nutzern auszutauschen, bietet das so genannte Social Bookmarking.

Graifk zum Thema Social Bookmarking
[Grafik: Chief Ingredient]

Was der Nutzen von Social Bookmarking ist, habe ich an anderer Stelle schon mal beschrieben. Damals standen vor allem die zum Einsatz kommenden Techniken, die man für das Speichern von Webseiten mit einem Social Bookmarking Dienst braucht, im Fokus. In den folgenden Zeilen soll näher auf die Vernetzung von Social Bookmarks eingegangen werden.

Grundsätzlich sind öffentlich zugängliche Social Bookmarks eines Nutzers via RSS abonnierbar. Bei den meisten Social Bookmarking Diensten gibt es nebst einem Feed für das Archiv auch Feeds für Tags oder Gruppen.

Web-Inhalte im RSS-Format sind oft durch einen Orange farbigen Button gekennzeichnet. Um die Inhalte eines Social Bookmarking Profils via RSS zu abonnieren, klickt man entweder auf den Button oder kopiert mit Hilfe der rechten Maustaste die URL des Feeds manuell in einen RSS-Reader.

Die URL meines Bookmark-Feeds bei del.icio.us lautet beispielsweise http://del.icio.us/rss/michael_beglinger. Interessiert man sich nur für Bookmarks mit dem Tag «Web 2.0», abonniert man sich einfach den Feed http://del.icio.us/rss/tag/web20. Um Bookmarks aus einer ganzen Gruppe zu erhalten, produziert del.icio.us auch hier einen entsprechenden RSS-Feed.

Ich nutze die RSS-Feeds von del.icio.us unterschiedlich. Einerseits habe ich einen Feed meines del.icio.us-Netzwerkes abonniert. Auf diese Weise kriege ich mit, welche Netz-Inhalte meine Kontakte speichern. Andererseits habe ich meine eigenen Archiv-Feeds auf Plattformen wie iGoogle oder im Webbrowser  eingebunden, wodurch ich überall dort, wo ich gerade arbeite, direkten Zugriff auf meine Bookmarks habe.

Ich bin davon überzeugt, dass Social Bookmarking im persönlichen wie auch im professionellen Informations- und Wissensmanagement künftig eine wichtige Rolle spielen wird. Wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass die Systeme offen gehalten werden. Die aktuelle Realität in Organisationen und Unternehmen ist leider noch weit davon entfernt.

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